Break Your Glass

Warum bricht man bei einer jüdischen Hochzeit ein Glas?

Von Koren Pollak, Stand November 2026

Der Schuh des Bräutigams auf dem Glas in Alufolie

Am Ende der Chuppa zertritt der Bräutigam ein Glas, und alle rufen Mazel Tov. Die bekannteste Erklärung: Selbst im glücklichsten Moment erinnert man sich an die Zerstörung des Tempels in Jerusalem. Nach genau diesem Moment ist unsere Marke benannt.

Woher der Brauch kommt

Die älteste Quelle ist der Talmud (Berachot 30b bis 31a). Dort zerbricht Mar, der Sohn von Rawina, bei der Hochzeit seines Sohnes einen teuren Becher, weil die Gäste zu ausgelassen feiern. Zuerst ging es also darum, die Freude zu dämpfen. Die Verbindung zum Tempel kam später dazu, zusammen mit Psalm 137: „Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem, dann soll mir die rechte Hand verdorren.“ Wann genau der Brauch entstand, ist nicht sicher belegt.

Viele Gemeinden sprechen oder singen diesen Vers kurz vor dem Glas. Bei Tyron und Karen in München sang ihn der Sänger um 19:03, knapp zwei Minuten bevor Tyron zutrat.

Wie es praktisch abläuft

Das Glas wird eingewickelt, damit niemand verletzt wird, meist in ein Tuch oder eine Serviette. Bei Tyron und Karen war es Alufolie. Der Bräutigam tritt einmal kräftig darauf, in manchen Paaren treten beide. In dem Moment bricht der Jubel los, und die Feier beginnt.

Warum der Moment so schwer zu filmen ist

Der Tritt dauert weniger als eine Sekunde und lässt sich nicht wiederholen. Bei Tyron trifft der Schuh das Glas, 0,8 Sekunden später bricht der Saal los. Für so einen Moment braucht man eine Kamera knapp über dem Boden am Glas, eine auf dem Paar und eine Totale mit den Gästen.

Genau das zeigt unser Film: erst der Fuß über dem Glas, dann die hochgerissenen Arme, dann der Kuss. Zu den Filmen

Ihr heiratet?

Schreibt uns Datum und Ort. Wir sagen euch, ob wir frei sind und was es kostet.